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Tanz- und Folkfest Rudolstadt

Tanz- und Folkfest Rudolstadt



Das Tanz- und Folkfest, kurz TFF genannt, hat seit über zehn Jahren das Ziel, Musikgruppen aus aller Welt, die in ihre Musik traditionelle Klänge ihrer Heimat einfließen lassen, zusammenkommen zu lassen. Heutzutage gilt das TFF als eines der größten Folk-Festivals Europas und zieht jährlich bis zu 60.000 Besucher an.



Folklore und Sozialismus
Wer das Tanz- und Folkfest heute besucht, wird kaum noch bemerken, dass das Festival in der sozialistischen DDR ins Leben gerufen wurde, und zwar vor allem als Träger für die damals vorherrschende Ideologie. Den Veranstaltern war nach der Wende das Kunststück gelungen, ein historisch und ideologisch belastetes und dem Empfinden der Menschen nach der Vergangenheit angehörendes Musikfestival zu neuem Leben zu erwecken. Und das sogar, ohne dessen Namen zu ändern!

Das erste Festival wurde 1955 organisiert und sollte ein Bollwerk sein gegen amerikanische “Unkultur” wie Jazz oder Boogie Woogie, die Deutsche Einheit, die damals durchaus noch in der Agenda der DDR-Funktionäre zu finden war, sollte beschworen werden. Dieses Vorhaben traf auch bei Folkloregruppen in Westdeutschland auf ein breites Echo, und die ersten Jahre hinweg vereinte das Festival auf seinen Bühnen tatsächlich ost- und westdeutsche Volkstänzer und Folkmusiker. Doch als die Veranstaltung immer mehr zu einer ideologischen denn zu einer künstlerischen Bühne wurde, drehten ihr viele westliche Musiker den Rücken zu, und das Festival wurde in den folgenden Jahrzehnten zu einer Schau regionaler Musikgruppen, wenn auch Ende der sechziger Jahre wieder internationale Gruppen aus anderen sozialistischen Staaten eingeladen wurden.

Neues Gesicht
Nach der Wende wurde überlegt, das Festival als Relikt alter DDR-Tage nicht fortzuführen. Glücklicherweise wurde ein Neuanfang versucht, und seither findet das TFF unter Beteiligung internationaler Musikgruppen statt, wobei jedes Jahr ein spezifisches Land den Themenschwerpunkt der Veranstaltung bietet. Seit einigen Jahren wird auch der Musikpreis RUTH verliehen, der um die traditionelle Musik verdiente Künstler auszeichnet. Am ersten Juli-Wochende des Jahres sehen die Besucher auf mehr als 20 Bühnen in und um Rudolstadt über 120 Bands und 250 Auftritte, wobei auch bekannte Namen wie Konstantin Wecker oder Jimmi Cliff im Programm zu finden sind. Teile des Festivals werden von den öffentlich-rechtlichen Sendern übertragen, die Finanzierung erfolgt durch Sponsoren und den Erlös aus dem Verkauf der Eintrittskarten.



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