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Luther auf der Wartburg

Luther auf der Wartburg



Im bewegten Leben Luther gab es auch eine ruhigere Zeit: die zehn Monate, die er auf der Wartburg verbrachte. Nicht nur die deutsche Übersetzung des Neuen Testaments sind das Ergebnis dieser stillen Tage, auch der berühmt gewordene “Wurf des Tintenfasses”, mit dem Luther der Sage nach den ihn versuchenden Satan vertrieb.



Auf Konfrontationskurs mit dem “alten Glauben”
Als zu Beginn des 16. Jahrhunderts der Einfluss von Luthers Schriften immer größere Ausmaße erreichte und auch die Banandrohung Roms sowie die Exkommunikation ihn in seinem Tun nicht aufhalten konnten, wurde er von dem jungen Kaiser Karl V. nach in den Reichstag nach Worms bestellt, um sich dort persönlich zu verantworten. Der Verdienst, dass sich Luther überhaupt dorthin begeben konnte, ist dem Sächsischen Kurfürsten Friedrich der Weise zu verdanken, in dessen Machtbereich auch das Gebiet des heutigen Thüringen fiel. Er bewirkte, dass Luther freies Geleit gewährt wurde – doch im Reichstag dann war dieser weit davon entfernt, irgendetwas zu wiederrufen, und bestärkte in seiner berühmt gewordenen Rede vor dem Reichstag am 18. April 1521 seine reformatorischen Thesen.

Entführung auf die Wartburg
Aufgrund seines Unwillens, seine Thesen zu widerrufen, wurde wenige Tage nach seiner Rede die Reichsacht über ihn und seine Anhänger ausgesprochen und die Verbrennung aller seiner Schriften befohlen. Ungutes ahnend und seinen Schützling vor persönlichem Schaden bewahren wollend, ließ Friedrich der Weise Luther bei seiner Rückkehr aus Worms durch Reiter entführen und auf die Wartburg bringen. Dort, so der Wille des Kurfürsten, solle Luther versteckt bleiben, bis die unmittelbare Gefahr durch die romtreuen Fürsten gebannt sei, ausserdem wollte er mit dem unfreiwilligen Verstummen des revolutionären Theologen weitere Angriffe auf die reformatorische Bewegung verhindern.

Als “Junker Jörg”
Als “Junker Jörg” lebte Luther nun zehn Monate lang in einer Kammer der Wartburg und begann ein Werk, dessen Folgen noch nicht abzusehen waren: die Übersetzung des Neuen Testaments ins Deutsche, vollbracht in nur wenigen Wochen. Die dabei von ihm gewählte Sprache kam der volkstümlichen Redensweise sehr entgegen und ließ dennoch nichts an Tiefe vermissen, wodurch sich die Schrift nach ihrer Fertigstellung in rasender Geschwindigkeit verbreitete.



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